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Sie finden hier Erläuterungen und Hilfestellungen, allgemein und zu den von uns vertriebenen Produkten.
Abklatsch-Folie
Eine formstabile hochtransparente Kunststoff-Folie, 0,1mm dick. Sie wird mit einer weiter zu entwicklenden Druckform (z.B. bei "verlorener Platte") bedruckt. Dies immer mit einer oxidativ trocknenden Buchdruck-Farbe tun, da die wegschlagenden Teile der Farbe von der Folie nicht aufgenommen werden können. Dieser Foliendruck hilft nach dem Trocknen sowohl die weitergeschnittene Form wie auch Probedrucke auf Makulaturpapier zu kontrollieren. Durch die Transparenz der Folie kann man sowohl seitenrichtig wie seitenverkehrt prüfen!
Sie wird auch eingesetzt als Vorzeichnung für Bild- und Textstand im Bogen. Während des Einrichtens kann durch Drüberlegen so die Position in Form und Bogen kontrolliert werden. Eingezeichnete Falzungen, Perforationen und Lochungen, oder gar der Beschnitt, werden dann beim Positionieren nicht übersehen.
Die Abklatsch-Folie ist auch ein hervorragendes Abdeckmaterial eines Klebebrettes. Sie schützt die Klebeschicht vor Schmutz und allem, was nicht dran kleben soll.
BB
siehe Breitbahn
Breitbahn
Bezeichnung für die Laufrichtung des Papiers. Bei Breitbahn-Bögen sind die Fasern des Papiers parallel zu den kurzen Papierseiten ausgerichtet, sie zeigen also auf die langen Papierseiten oder eine "breite Bahn" an.
Flächengewicht
Das Flächengewicht oder die „Grammatur“ eines Papiers gibt an, wieviel Gramm diese Papiersorte pro Quadratmeter wiegt. Daran lassen sich in etwa die Stabilität und die Dicke abschätzen, nicht messen! Das unterliegt noch weiteren Faktoren.
Die Toleranzen dürfen herstellerseitig bei 95% der gelieferten Bogen folgende Werte nicht übersteigen:
40 - 59g/m² ±6%
60 - 179g/m² ±5%
180 - 224g/m² ±6%
225g/m² und darüber ±7%
Die gelieferten Bogen sind in der Regel minimal leichter als das ausgezeichnete Flächengewicht.
Grammatur
siehe Flächengewicht
Klebebrett
Ein Restbrett vom Schreiner (MDF- oder Spanplatte), dass sie – wenn nötig – auf die Druckhöhe ihrer Presse einstellen.
Dazu wird zuerst die Formmaterial-Dicke (bei unserem Linoleum z.B. 3,0mm) und die Dicke der Klebefolie (bei unseren Folien z.B. 0,2mm) von der Druckhöhe abgezogen, Bei Standard-Schrifthöhe von 23,56mm wäre somit eine 19mm-Spanplatte mit 1,36mm zu unterfüttern. Lieber ein Zehntel zuwenig drunter leimen (auch der Leim trägt auf), unterlegen kann man immer noch. Dann kommt das Brett „nackt“ auf 20,36mm, mit Klebefolie und Linoleum auf 23,56mm.
Die aufgesetzten Linoleum-Schnitte kann man bei sorgfältigem Arbeiten mehrmals wieder entfernen und gegen andere ersetzen. Stärkere Reste des Linoleum-Untergewebes vorsichtig aus der Klebefolie herausheben. So dient eine Unterlage für viele Druckformen und spart Zeit und Geld gegenüber dem einzelnen Aufklotzen jedes Schnittes. Bei Lagerung des Klebebrettes die Klebeschicht immer wieder durch eine Abklatsch-Folie vor Verschmutzung schützen.
Laufrichtung
Auf dem Sieb-Band der Papiermaschine werden die Fasern des Papierbreis vorwiegend in Längsrichtung zur "Lauf-Richtung" des Siebes ausgerichtet. Dies ergibt die Laufrichtung des Papiers, auch Maschinenrichtung genannt. Je nachdem, wie die Einzelbogen aus der großen Papierbahn herausgeschnitten werden ergibt sich eine unterschiedliche Laufrichtung: Schmalbahn (SB) oder Breitbahn (BB). Steifigkeit, Festigkeit und Arbeitsvermögen des Papiers sind Längs- und Querrichtung des Bogens sehr unterschiedlich, deshalb ist die Beachtung der benötigten Laufrichtung wesentlich!
Makulatur
Eigentlich beschädigte oder unbrauchbare Druckbogen, die „makuliert“ d.h. eingestampft, also wieder zu Papier wurden. Bei uns dient die Makulatur immer noch zum Einrichten des nächsten Druckganges, und wenn wir recht oft und farbenfroh wieder draufdrucken, dann gibt das die schönsten Umschlag-Papiere für eigene Notizheftchen und –bücher.
Makulatur-Papier
Wir nennen so unsere „Vorlauf“-Bogen. Bevor wir auf das teilweise recht teure Auflagenpapier drucken, prüfen wir Form, Farbe und Ausdruck durch Probedrucke in einfachere, kostengünstigere Bogen gleichen Formates oder Rückseiten früherer Probedrucke.
Selbst der Stand zu Vordrucken und der Passer kann in dieser Phase mit einer von der Vorform erstellten Abklatsch-Folie geprüft werden.
Maßgenauigkeit der Papiere
Von den Herstellern wird nur eine Höchstabweichung von 0,2 - 0,4%, mindestens aber 2mm eingehalten.
Die Rechtwinkligkeit (Winkligkeit) wird nur im Rahmen von 0,3% Abweichung, mindestens aber 2mm bezogen auf die tatsächliche Seitenlänge zugesichert.
Papierlagerung
Druckpapiere werden mit einer relativen Feuchte von 50% gefertigt und sollten bei einer Luftfeuchtigkeit von 50 - 55% und einer Raumtemperatur von 20 - 22°C gelagert und verarbeitet werden. Kommt ihr Papier vom Versand, dann lagern sie es möglichst in seiner Riesverpackung einen Tag in ihrer Werkstatt, damit ein Temperaturausgleich stattfinden kann. In den Wintermonaten darf es auch etwas länger sein.
Kopierpapier und Laserdrucker-Papier hat eine relative Feuchte von 25 - 30% wegen des Durchganges durch Heizwalzen in diesen Geräten. Solche Materialien verformen sich gerne, auch bei korrekter Lagerung. Am Besten sowas nur für Probedrucke verwenden.
Passer
Der Passer ist die Bezeichnung für den korrekten Sitz der einzelnen Druckfarben zueinander. Nicht, ob es geschmacklich passt, ist die Frage, sondern ob die eine Farbe da im Bogen sitzt, wo sie hin soll, neben oder über einer anderen Farbe. Dann stimmt der Passer.
Raumklima
siehe Papierlagerung
Rechtwinkligkeit
siehe Maßgenauigkeit
SB
siehe Schmalbahn
Schmalbahn
Bezeichnung für die Laufrichtung des Papiers. Bei Schmalbahn-Bögen sind die Fasern des Papiers parallel zu den langen Papierseiten ausgerichtet, sie zeigen also auf die kurzen Papierseiten oder eine "schmale Bahn" an.
Verlorene Platte
Ein Druckverfahren, bei dem die verschiedenen Formen eines mehrfarbigen Druckes aus nur einer einzigen Platte herausgearbeitet werden. Man wählt für den ersten Druckgang die flächigste Form; dies ist oft der hellste Ton. Aus dieser Fläche werden nur die wirklich weißen bzw. papierfarbenen Stellen herausgehoben.
Nach dem ersten Druckgang wird die Form um die Elemente beschnitten, die nur in der zuerst gedruckten Farbe auf dem Papier stehen sollen; die zweite Form wird meist ein etwas dunklerer Ton.
Nach dem zweiten Druckgang verfährt man entsprechend so weiter, und hat am Ende nur die letzte Form übrig, die vorherigen Platten sind verloren.
Winkligkeit
= Rechtwinkligkeit, siehe Maßgenauigkeit
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